Richtige Ernährung

Der Moment des Fütterns ist für viele Hunde das absolute Highlight eines Tages – somit sollte der Mensch sich diese Gelegenheit zu nutze machen, um sich als wahrer Freund zu etablieren.
 
Hunde besitzen eine Art innere Uhr wenn es ums Fressen geht. Der Moment des Fütterns sollte daher täglich etwa um dieselbe Zeit stattfinden. Eine Abweichung von einer Stunde stellt allerdings keinerlei Probleme dar.
 
Erwachsene Hunde benötigen nur eine Portion am Tag – wobei es sich empfiehlt bei größeren Rassen diese auf zwei Mahlzeiten aufzuteilen: eine kleine am Vormittag und eine größere am späten Nachmittag, das beugt einer Magenumdrehung vor. Junge Hunde bis zum vierten Monat benötigen 4 – 5 mal pro Tag eine kleine Portion. Ab dem sechsten Monat reichen 2 – 3 Mahlzeiten pro Tag.
 
Nach dem Fressen sollte der Hund gut eine Stunde ruhen um in Ruhe verdauen zu können – wildes herumtoben oder ausgelassene Spiele sind in dieser Zeit eher ungünstig.
 
Für das Fressen muss ein geeigneter Platz gewählt werden. Am besten einer, an dem der Hund ungestört ist und kein zu großer Durchzugsverkehr herrscht. Eine stille Ecke eignet sich hierfür am besten.
 
Nach jeder Fütterung müssen die Näpfe natürlich mit reichlich Wasser gespült werden, um Bakterien keine Chance zu bieten.
 
Wenn der Hund nach gut 20 Minuten nicht fertig gefressen hat, so können Sie ihm den Napf wegnehmen – bis zur nächsten planmäßigen Fütterung. Hunde sollen lernen, dass das Futter nicht rund um die Uhr zur Verfügung steht.
 
Sollte der Hund dadurch an einem Tag wenig bis gar nichts zu fressen bekommen, so ist das nicht weiter tragisch: gesunde erwachsene Hunde überstehen problemlos einen Tag ohne Futter.
 
Vergessen Sie aber nie auf ausreichend Frischwasser! – besonders in den heißen Sommermonaten!
 
Füttern Sie zwei oder mehrere Hunde, so sollten Sie bei der Fütterung anwesend sein, damit wird vermieden, dass sich einer der Tiere am fremden Napf bedient. Haben die Vierbeiner fertig gefressen so kontrollieren Sie meist den Napf des anderen – um eventuelle Reste zu ergattern. Dies ist typisch und muss nur dann unterbunden werden, wenn der Napf noch voll ist – um eine Überfütterung zu vermeiden.

Nahrungszusammensetzung

Hunde sind wie ihre Vorfahren Fleischfresser! Doch Fleisch alleine macht einen Hund krank. Wölfe fressen Beutetiere im Ganzen, dies beinhaltet Knochen, Knorpeln, Gedärme und Innereien. In kargen Zeiten ernähren sich die Tiere auch von Wurzeln und Pflanzen – Wölfe sind damit absolut flexibel in der Zusammenstellung ihrer Nahrung.
 
Auf Grund dessen muss man gewisse Punkte beachten um einen Hund ausgewogen zu ernähren: In erster Linie braucht ein Hund Proteine. Diese sind vor allem im Fleisch enthalten. Sie benötigt der Hund für das Wachstum und für verschiedene Heilprozesse.
 
Nahrungsfette werden als Energiereserven angelegt. Der dritte wichtige Bestandteil sind Kohlenhydrate wie Reis oder Haferflocken die das Tier für kurzfristig benötigte Energie verwendet zB für Sprünge oder andere schnelle Leistungen. Vitamine, Mineralien und Spurenelemente sind besonders essentiell um die Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.
 
Vitamine finden wir vor allem im Gemüse oder im Fleisch. Die besten Lieferanten für Mineralien und Spurenelemente sind Knochen und andere getrocknete Tierprodukte wie Schweinsohren, Lunge und Pansen.
 
Auch ballaststoffreiche Kost darf dem Hund nicht vorenthalten bleiben: füttern Sie hierzu Getreideflocken, Erdäpfel oder grünes Gemüse.
 
Wichtig ist, dass das Verhältnis über einen bestimmten Zeitpunkt ausgewogen ist um eine optimale Ernährung zu gewährleisten.
 
Ob ihr Hund lieber Trockenfutter oder Naßfutter frisst, bleibt ihm selbst überlassen, vermeiden Sie aber eine einseitige Ernährung. Geben Sie Ihrem Tier ruhig auch rohes Rindfleisch – das entspricht seiner Natur und bietet dem Tier eine willkommene Abwechslung außerdem bleiben wichtige Vitamine erhalten.
Wie Sie erkennen können, dass Ihr Tier artgerecht ernährt wurde:

  • glänzendes Fell
  • Agilität
  • Appetit beim Fressen
  • Normalgewicht
  • keine übel riechende Gase
  • kein Durchfall, mehrmaliges Kotabsetzen am Tag
  • normale Färbung und Geruch des Kots

Was Sie Ihrem Tier auf keinen Fall füttern sollten

  • Schokolade und Süßigkeiten
    Diese liefern nur leere Kalorien die dick machen und können für das Tier mitunter sogar tödlich sein.
     
  • Weintrauben & Rosinen
    können zu Vergiftungen im Magenbereich führen
     
  • Eiklar
    Eier sind gut für das Fell des Tieres, doch übermäßiger Verzehr an Eiern führt zu Verdauungsproblemen! Kochen Sie das Eiklar daher entweder ab oder trennen Sie das Eiklar vom Eidotter. Auf keinen Fall sollte der Hund mehr als 1 Ei pro Woche erhalten.
     
  • Steinobstkerne
    Der Kern ist giftig und kann bis zum Tod führen. Füttern Sie Ihren Liebling daher lieber Äpfel, Birnen oder Gemüsesorten wie Karotten.
     
  • Essensreste
    Essensreste schmecken dem Tier zwar sehr gut, doch die meist salzigen und gewürzten Speisen schaden dem Tier. Alternativ können Sie Nudeln, Reis oder Erdäpfel die ohne Salz gekocht sind, füttern.
     
  • Katzenfutter
    Katzenfutter schmeckt den meisten Hunden gut, ist allerdings als Nahrung gänzlich ungeeignet, da es das Verhältnis von Kalzium und Phosphor für Hunde nicht gut verträglich ist.