Geschichte
Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!
Golden Retriever, Husky, Schäferhund, Beagle oder Berner Senne, so unterschiedlich die Rassen auch sein mögen, eines haben Sie alle gemeinsam – ihren Stammvater – den Wolf. Was längst als gängige Volksweisheit bekannt war, ist nun auch wissenschaftlich bewiesen: der Vater all unserer vierbeinigen Lieblinge ist der Wolf.
Wölfe leben in komplexen Sozialstrukturen und kommunizieren sehr intensiv miteinander. Viele Eigenschaften die wir an unseren Lieblingen schätzen, sind abgeleitet von dem Jagdverhalten des Wolfes.
Der Wolf ist das anpassungsfähigste wild lebende Raubtier und war einst auf der gesamten nördlichen Halbkugel beheimatet. Unzählige Knochenfunde belegen dies.
Wie lange die Freundschaft zwischen Mensch und Wolf besteht, bleibt offen. Viel eher gehen Wissenschaftler von der Theorie aus, dass die Freundschaft auf einem jahrzehntelangen Prozess beruht. Die Annäherung zwischen Mensch und Wolf fand langsam und kontinuierlich statt. Der Mensch hatte keine Erfahrung im Umgang mit Tieren, er konnte daher auf keine Referenzerlebnisse zurückgreifen.
Immer wieder wurden Wolf-Welpen von Menschen aufgezogen und gestreichelt – ob dies der Beginn der Freundschaft war?
Veterinärmediziner sind überzeugt, der Wolf habe sich selbst domestiziert, da es in der Nähe von Menschen immer reichlich Nahrung gab. Im Gegenzug dazu beschützte der Wolf „sein Rudel“ und warnte vor Eindringlingen. Diese Symbiose erwies sich offenbar als nützlich, und die Menschen begannen die Tiere gezielt zu füttern.
Durch die ständige Präsenz des Menschen, und das gegenseitige Abhängigsein, begann die Freundschaft zwischen Mensch und Tier.
Aus diesen von Menschenhand aufgezogenen Tieren, konnten sich über Generationen die ersten Haushunde entwickeln.
Der Mensch griff in die Entwicklung des Hundes ein. Auch wenn dies anfangs nicht zielgerichtet war. Hunde die sich Menschen gegenüber aggressiv verhielten, wurden aus dem Rudel verdrängt und nur jene, die dem Menschen „Nutzen“ brachten, waren für die Zucht geeignet.
Schlappohren, Fellfarben, Verhaltensweisen und Charaktereigenschaften entwickelten sich aus den unterschiedlichsten Kreuzungen der ersten Haushunde.
Egal ob winziger Chihuahua, riesige Dänische Dogge oder wachsamer Schäferhund – die Abstammung bleibt ein und dieselbe.
(c) Simona Nemetz
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